Neue Förderchance: Forschung zu Kulturerbe mit Praxisbezug

Kulturelles Erbe umfasst mehr als historische Bauwerke oder Kunstwerke. Es beinhaltet auch Wissen, Techniken, Alltagspraktiken und gesellschaftliche Werte, die über Generationen weitergegeben wurden. Dieses Kulturerbe bietet wertvolle Impulse für die Gestaltung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund werden Projekte gefördert, die zeigen, wie kulturelles Erbe einen Beitrag zu gesellschaftlicher Transformation leisten kann – sei es durch nachhaltige Innovation, durch Stärkung von Resilienz oder durch den kritischen Umgang mit der politischen Instrumentalisierung von Kulturerbe.

„Kulturerbe als Ressource für eine zukunftsfähige Gesellschaft“

Im Fokus stehen drei Themenbereiche:

  • Nachhaltige Techniken und Nutzung.
    Entwicklung von Innovationen für eine ökologisch und ökonomisch tragfähige Zukunft.
  • Gesellschaftliche Resilienz und Zusammenhalt.
    Erforschung immaterieller Kulturgüter und deren Rolle für ein starkes, pluralistisches Miteinander.
  • Politische Instrumentalisierung von Kulturerbe.
    Analyse und Prävention von missbräuchlicher Nutzung kultureller Traditionen oder Symbole.

Sowohl Einzel- als auch Verbundvorhaben sind möglich. Wichtig ist eine inter- oder transdisziplinäre Zusammenarbeit. Praxispartner – etwa aus Handwerk, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft – können aktiv eingebunden werden.

Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, öffentliche oder private Einrichtungen wie Vereine und Verbände

Unternehmen: bis zu 80 % (abhängig von der Unternehmensgröße und der Art des Projekts)
Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine und Verbände; bis zu 100 %

Zweistufiges Verfahren (Skizze und Antrag), bis zum 30. November 2025

Die neue Förderlinie im Bereich Kulturerbe bietet Unternehmen die Chance, gemeinsam mit Forschungseinrichtungen Projekte mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz umzusetzen. Von nachhaltigen Innovationen über digitale Anwendungen bis hin zu gesellschaftlichem Zusammenhalt – das Potenzial ist breit gefächert.

Handeln Sie jetzt:
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2 Antworten

  1. Guten Tag,
    leider erfuhren wir von diesem Förderaufruf erst gestern.
    Wir beschäftigen uns mit der alten und nun wieder neuen Nutzung von Industriepflanzen – nicht nur Hanf, auch andere.
    https://www.hanf-akademie.de
    Wird vielleicht demnächst mit einen ähnlich gearteten Förderaufruf zu rechnen sein?
    Viele Grüße
    Thom Nowotny

    1. Lieber Herr Nowotny,
      es ist noch nicht bekannt, ob es eine weitere Einreichungsfrist geben wird – für 2026 ist dies bislang nach unserem Kenntnisstand nicht geplant.
      Im Bereich neue Nutzungspfade für nachwachsende Rohstoffe und auch Wissenstransfer von Industriepflanzen gibt es aber auch andere Förderprogramme, die gut passen könnten.
      Melden Sie sich gerne einmal bei uns, dann sprechen wir darüber, gewi@gewi.de

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