ZIM-Antragsstopp: Sonja Stockhausen im Austausch mit dem GEWI-Team.

ZIM-Antragsstopp: Warum Unternehmen jetzt ihre Förderstrategie überprüfen sollten – Eine Einschätzung aus der Praxis von Sonja Stockhausen

Inhaltsangabe

Wenn ein etabliertes Förderprogramm wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) vorübergehend keine neuen Anträge mehr annimmt, sorgt das verständlicherweise für Verunsicherung und viele Fragen. In den vergangenen Wochen habe ich zahlreiche Gespräche mit Geschäftsführern, Entwicklungsleitern und Innovationsverantwortlichen geführt. Dabei hat sich eine Frage entweder direkt als erstes gestellt oder aus den Gesprächen entwickelt:

„Sollen wir unser Innovationsprojekt jetzt erst einmal stoppen?“

Meine Antwort fällt in den meisten Fällen sehr eindeutig aus:

Nein.

Nicht, weil der aktuelle Antragsstopp unbedeutend wäre. Sondern weil ich in meiner täglichen Beratung erlebe, dass Unternehmen ihre Innovationsprojekte zu stark an einem einzelnen Förderprogramm ausrichten. Genau darin liegt aus meiner Sicht das eigentliche Risiko.

Förderprogramme verändern sich. Haushaltsmittel werden angepasst, Programme weiterentwickelt oder zeitweise ausgesetzt. Gute Innovationsprojekte verlieren dadurch jedoch nicht ihren Wert. Der ZIM-Antragsstopp ist daher ein guter Zeitpunkt, um die eigene Förderstrategie zu überprüfen und den Blick auf die gesamte Förderlandschaft zu richten.

Was bedeutet der ZIM-Antragsstopp konkret?

Seit dem 7. Juli 2026 werden vorübergehend keine neuen Anträge für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand angenommen. Hintergrund sind die hohe Nachfrage nach dem Programm sowie die derzeit verfügbaren Haushaltsmittel. Bereits eingereichte Anträge werden weiterhin bearbeitet. Internationale Kooperationsprojekte können weiterhin beantragt werden. Nach Angaben des Bundes soll die Antragstellung nach Verabschiedung des Bundeshaushalts 2027 wieder aufgenommen werden.

Für viele Unternehmen ist diese Nachricht zunächst enttäuschend. Das ZIM hat sich über viele Jahre als wichtiges Förderinstrument für technologieorientierte mittelständische Unternehmen etabliert. Zahlreiche Entwicklungsprojekte wurden auf dieser Grundlage geplant.

Entscheidend ist jedoch, welche Schlussfolgerung Unternehmen daraus ziehen.

Der Antragsstopp bedeutet nicht, dass innovative Projekte grundsätzlich nicht mehr gefördert werden können. Er bedeutet lediglich, dass ein wichtiger Förderweg derzeit nicht für neue nationale Anträge zur Verfügung steht.

Und genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche strategische Betrachtung.

Sonja Stockhausen GEWI – über 40 Jahre erfahrung im Förderbereich
Sonja Stockhausen: Geschäftsführerin der GEWI Fördermittelberatung

Eine Einschätzung aus der Praxis

Sonja Stockhausen begleitet seit vielen Jahren Unternehmen bei der Entwicklung von Förderstrategien und der Beantragung von Innovationsförderungen. In dieser Kolumne ordnet sie aktuelle Entwicklungen der Förderlandschaft ein und gibt Impulse für die Praxis.

Das schafft Vertrauen und stärkt die Autorenexpertise – ein wichtiger Aspekt für beratungsintensive Inhalte und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Warum ich Unternehmen jetzt nicht zum Abwarten rate

In Gesprächen mit Unternehmen höre ich derzeit häufig:

„Dann warten wir eben, bis das ZIM wieder geöffnet wird.“ oder
„Wir brauchen die Förderung zur Umsetzung zwingend. Ohne ZIM machen wir das Projekt halt nicht.“

Ich kann diese Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig halte ich sie in vielen Fällen nicht für die beste Entscheidung.

Es ist grundsätzlich nicht zielführend, ein Projekt nur deshalb anzugehen, weil es in ein Programm passt. Projektideen entstehen, weil Unternehmen sich weiterentwickeln möchten, sprich neue Produkte entwickeln, Prozesse verbessern oder technologische Herausforderungen lösen möchten. Diese Ziele verändern sich nicht durch einen vorübergehenden Antragsstopp.

Gute Innovationsprojekte sollten nie von einem einzigen Förderprogramm abhängen

In den vergangenen Jahren habe ich viele Veränderungen in der Förderlandschaft erlebt. Programme wurden angepasst, Förderrichtlinien überarbeitet und Budgets verändert. Das gehört zur öffentlichen Innovationsförderung dazu.

Deshalb empfehle ich Unternehmen seit vielen Jahren, ihre Projekte nicht ausschließlich an einem einzelnen Förderprogramm auszurichten.

Entscheidend ist zunächst die Frage:

Ist das Vorhaben grundsätzlich förderfähig?

Zunächst ist zu klären, ob die Prozesse im Unternehmen und die Struktur des Projekts mit Fördermitteln gut in Einklang zu bringen sind. Gibt es generell passende Programme? Ist der Nutzen deutlich höher als der Aufwand? Kann das Unternehmen die erforderlichen Nachweise erbringen? Ist die Zeitplanung mit den Förderstrukturen zusammenzuführen? Oder, kurz: bringen Fördermittel die Firma voran?

Ein Projekt muss immer förderkonform ausgestaltet werden, aber wenn ein Projekt hierfür völlig verbogen werden muss, ist Förderung oft der falsche Weg.

Erst im zweiten Schritt geht es darum, welches Förderinstrument am besten zu den Projektzielen passt, wie hoch die Erfolgsaussichten sind und in welchem Programm die gewünschte Projektstruktur am besten realisiert werden kann.

Jetzt bietet sich die Chance für eine strategische Standortbestimmung

Ein vorübergehender Antragsstopp kann also auch eine Gelegenheit sein, das Thema Förderung systematisch anzugehen.

Dabei stellen wir in der Beratung häufig Fragen wie:

  • Welche Ziele verfolgt das Projekt?
  • Wie grenzt sich Idee vom der Markt konkret ab?
  • Welche technischen Unsicherheiten müssen gelöst werden?
  • Welche Entwicklungsschritte sind bereits geplant?
  • Welche Arbeiten werden intern durchgeführt?
  • Welche Leistungen werden extern vergeben?
  • Welche Investitionen sind vorgesehen?

Diese Fragen helfen nicht nur bei der Auswahl eines geeigneten Förderprogramms. Sie schaffen auch eine belastbare Grundlage für die weitere Projektplanung.

ZIM-Antragsstopp: GEWI-Team bei der gemeinsamen Projektbesprechung.

Die Förderlandschaft entwickelt sich weiter und genau das sollte Unternehmen Mut machen

Der aktuelle Antragsstopp beim ZIM fällt in eine Zeit, in der die Innovationspolitik gleichzeitig neue Schwerpunkte setzt.

Mit der im Juli 2026 verabschiedeten Startup- und Scaleup-Strategie verfolgt die Bundesregierung das Ziel, innovationsorientierte Unternehmen über den gesamten Wachstumszyklus hinweg besser zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzierung, zur Beschleunigung von Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren sowie zur Stärkung des Technologietransfers. Geplant ist auch ein neues Programm im Bereich Kreislaufwirtschaft. Es laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste EU-Förderperiode. Und aktuell werden Kernprogramme des Bundes wie ZIM oder auch die Forschungszulage evaluiert und weiterentwickelt. Die Förderlandschaft unterliegt einem stetigen Wandel – und das ist auch gut so.

Für Unternehmen bedeutet das: Es lohnt sich, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen – ohne die eigenen Innovationsprojekte von einzelnen Programmen abhängig zu machen.

Welche Möglichkeiten Unternehmen jetzt prüfen sollten

Auch wenn das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand derzeit keine neuen nationalen Anträge annimmt, bleibt die Förderlandschaft vielfältig.

Je nach Projekt und Unternehmenssituation können beispielsweise folgende Instrumente in Betracht kommen:

Forschungszulage

Für viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist die Forschungszulage eine interessante Option. Sie unterscheidet sich grundlegend von klassischen Projektförderprogrammen und folgt eigenen gesetzlichen Voraussetzungen. Ob sie für ein konkretes Vorhaben geeignet ist, sollte immer anhand des Projekts geprüft werden.

Landesförderprogramme

Viele Bundesländer bieten eigene Programme für Innovationen, Digitalisierung oder Investitionen an. Die Förderbedingungen unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich.

Europäische Förderprogramme

Insbesondere bei technologieorientierten oder internationalen Innovationsvorhaben können auch europäische Förderprogramme wie Horizon, EIC Accelerator oder Eurostars eine interessante Ergänzung sein.

Kombination verschiedener Förderinstrumente

Nicht jedes Innovationsprojekt muss ausschließlich über ein einzelnes Förderprogramm finanziert werden.

Je nach Projektstruktur kann es sinnvoll sein, verschiedene Fördermöglichkeiten miteinander zu kombinieren oder aufeinander abzustimmen. Voraussetzung ist jedoch immer eine sorgfältige Prüfung der jeweiligen Förderbedingungen und Kumulierungsregelungen.

Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten

Die wichtigste Empfehlung, die ich Unternehmen derzeit geben kann, ist überraschend einfach: Verfallen Sie nicht in Aktionismus, aber auch nicht in Stillstand.

Ein Innovationsprojekt lässt sich nicht beliebig anhalten und Monate später ohne Auswirkungen wieder aufnehmen. Entwicklungspläne, Ressourcen und Marktanforderungen entwickeln sich weiter. Deshalb sollte der aktuelle ZIM-Antragsstopp vor allem als Anlass genutzt werden, das eigene Vorhaben strategisch zu überprüfen.

Aus meiner Sicht haben sich dabei fünf Schritte bewährt.

1. Das Innovationsprojekt fachlich bewerten

Der erste Schritt sollte immer die Frage sein, ob das geplante Vorhaben grundsätzlich die Voraussetzungen für eine öffentliche Innovationsförderung erfüllt.

Dabei geht es nicht nur um die technische Idee. Ebenso wichtig sind die Zielsetzung des Projekts, der Innovationsgrad, die vorhandenen technischen Risiken und die geplante Vorgehensweise.

Je besser diese Punkte beschrieben sind, desto fundierter lässt sich beurteilen, welche Förderinstrumente grundsätzlich infrage kommen.

2. Nicht nur ein Förderprogramm betrachten

Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig eine technologie- und projektorientierte Förderstrategie ist.

Wer ausschließlich auf ein einzelnes Förderprogramm setzt, macht sich von dessen Rahmenbedingungen abhängig. Sinnvoller ist es, das gesamte Förderpotenzial eines Projekts zu betrachten. Dazu können, je nach Vorhaben, steuerliche Förderinstrumente wie die Forschungszulage ebenso gehören wie Landesprogramme oder themenspezifische Förderaufrufe.

Welche Lösung geeignet ist, hängt immer vom konkreten Projekt und den jeweiligen Fördervoraussetzungen ab.

3. Die Projektunterlagen weiterentwickeln

Wenn weiterhin ZIM als Kernprogramm angestrebt wird, lohnt es sich, die vorhandenen Unterlagen konsequent weiterzuführen. Mit Öffnung des Programms im Frühjahr 2027 wird eine „Antragsflut“ erwartet und die Bearbeitung erfolgt nach Eingang. Daher empfiehlt es sich, den Antrag vorzubereiten und dann auf Knopfdruck direkt binnen weniger Tage einreichen zu können.

Dazu gehören beispielsweise:

  • die Beschreibung der technischen Ausgangssituation,
  • die Zielsetzung des Projekts,
  • Abgrenzung zum Stand der Technik,
  • der geplante Entwicklungsweg,
  • Zeit- und Ressourcenplanung,
  • Kostenstruktur und Projektorganisation,
  • Markteinführungskonzept.

Diese Grundlagen werden weitgehend unabhängig vom später gewählten Förderinstrument benötigt und erleichtern die weitere Planung erheblich.

4. Politische Entwicklungen aufmerksam verfolgen

Die Innovationsförderung entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Der aktuelle ZIM-Antragsstopp und die gleichzeitig verabschiedete Startup- und Scaleup-Strategie zeigen, dass sich Förderinstrumente verändern können, die grundsätzliche Unterstützung von Innovationen jedoch weiterhin ein zentrales wirtschaftspolitisches Ziel bleibt.

Es lohnt sich daher, neue Programme und Änderungen bestehender Förderinstrumente aufmerksam zu beobachten – ohne das eigene Innovationsprojekt davon abhängig zu machen.

5. Langfristig denken

Aus meiner Erfahrung sind die erfolgreichsten Unternehmen diejenigen, die Fördermittel nicht als einmalige Gelegenheit betrachten, sondern die Förderlandschaft systematisch in den Blick nehmen.

Sie entwickeln ihre Innovationsprojekte kontinuierlich weiter und verstehen Fördermittel als Teil einer langfristigen Unternehmens- und Innovationsstrategie.

Dadurch entsteht Planungssicherheit. Gleichzeitig können neue Fördermöglichkeiten schneller genutzt werden, wenn sie verfügbar werden.

Praxis-Tipp von Sonja Stockhausen

„Wenn mich Unternehmen fragen, ob sie wegen des aktuellen ZIM-Antragsstopps mit ihrem Projekt warten sollten, stelle ich meist eine Gegenfrage: Haben Sie sich denn schon andere Programme angeschaut? Und: Kann Ihr Projektstart denn tatsächlich so lange warten? Wenn die Antwort in beiden Fällen ‚Nein‘ lautet, dann sollten wir gemeinsam prüfen, welche Förderstrategie heute sinnvoll ist – und nicht darauf warten, dass ein einzelnes Programm wieder öffnet.“

Meine Einschätzung aus der Praxis

Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, dann war eines in der Fördermittelberatung immer konstant: Veränderung.

Förderprogramme wurden weiterentwickelt, neue Richtlinien eingeführt, Förderschwerpunkte verschoben und Budgets angepasst. Für Unternehmen, die regelmäßig in Forschung, Entwicklung oder Innovation investieren, gehört diese Dynamik inzwischen zum Alltag.

Der aktuelle ZIM-Antragsstopp ist deshalb zweifellos eine Herausforderung, weil es das größte themenoffene Innovationsprogramm des Mittelstands ist. Aus meiner Sicht ist dies jedoch kein Grund, geplante Innovationsprojekte grundsätzlich infrage zu stellen.

Im Gegenteil.

Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig eine langfristige Förderstrategie ist. Wer Innovationsprojekte ausschließlich auf ein einzelnes Förderprogramm ausrichtet, wird bei jeder Veränderung der Förderlandschaft neu planen müssen.

Unternehmen, die dagegen ihre Projekte strategisch vorbereiten und verschiedene Fördermöglichkeiten kennen, bleiben auch in solchen Situationen handlungsfähig.

Diese Erfahrung begleitet mich seit vielen Jahren und sie hat sich immer wieder bestätigt.

Innovation braucht Verlässlichkeit – auch in der Förderstrategie

Innovationen entstehen nicht innerhalb weniger Wochen. Zwischen der ersten Idee, der technischen Entwicklung und der erfolgreichen Markteinführung liegen häufig mehrere Jahre. Umso wichtiger ist es, dass auch die Finanzierung und die Förderstrategie langfristig gedacht werden. Deshalb empfehle ich Unternehmen, Fördermittel nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil ihrer Innovationsplanung.

Das bedeutet nicht, jedes Projekt zwangsläufig fördern zu lassen. Es bedeutet vielmehr, frühzeitig zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, welche Förderinstrumente zum jeweiligen Entwicklungsstand eines Projekts passen können, wie hoch Aufwand und Nutzen sind und welche Erfolgsaussichten konkret bestehen.

So entsteht eine belastbare Entscheidungsgrundlage – abhängig von der dann aktuell geltenden Entwicklung in einzelnen Programmen.

Die aktuelle Situation bietet auch Chancen

In vielen Beratungsgesprächen stelle ich fest, dass Unternehmen die Zeit des Antragsstopps sinnvoll nutzen.

  • Sie konkretisieren ihre Projektidee.
  • Sie dokumentieren technische Herausforderungen genauer.
  • Sie strukturieren ihre Entwicklungsplanung.
  • Und sie prüfen erstmals systematisch, welche Fördermöglichkeiten neben dem ZIM grundsätzlich infrage kommen.

Diese Vorarbeit ist keineswegs verlorene Zeit. Sie verbessert häufig die Qualität des Projekts und schafft gleichzeitig eine gute Grundlage für spätere Förderanträge, unabhängig davon, welches Förderinstrument letztlich genutzt wird.

Fazit

Der vorübergehende Antragsstopp des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand sorgt verständlicherweise für Unsicherheit. Für viele Unternehmen stellt sich die Frage, wie geplante Innovationsprojekte nun finanziert oder begleitet werden können.

Meine Empfehlung lautet deshalb nicht: Warten. Meine Empfehlung lautet: Prüfen.

  1. Prüfen Sie, welche Fördermöglichkeiten grundsätzlich zu Ihrem Projekt passen.
  2. Prüfen Sie, wie sich Ihr Innovationsvorhaben fachlich und wirtschaftlich weiterentwickeln lässt.
  3. Und prüfen Sie, welche Förderstrategie Ihr Unternehmen langfristig unterstützt.

Denn eines hat sich in meiner täglichen Arbeit immer wieder gezeigt:

Erfolgreiche Innovationsprojekte entstehen nicht, weil ein bestimmtes Förderprogramm verfügbar ist. Sie entstehen, weil Unternehmen den Mut haben, neue Wege zu gehen und diese mit einer durchdachten Strategie begleiten.

Häufig gestellte Fragen zum ZIM-Antragsstopp

1. Ist das ZIM dauerhaft eingestellt?

Nein, derzeit handelt es sich um einen vorübergehenden Antragsstopp für neue nationale ZIM-Anträge. Nach Angaben des Bundes soll die Antragstellung nach Verabschiedung des Bundeshaushalts 2027 wieder aufgenommen werden.

2. Soll ich mein Projekt jetzt stoppen?

Nein, wenn das Projekt vorher wichtig war für das Unternehmen, ist es das weiterhin.  Daher sollte zunächst geprüft werden, ob und welche alternativen Fördermöglichkeiten für Ihr Projekt infrage kommen. Wenn auf ZIM gewartet wird, sollte das Projekt in der Zeit weiterentwickelt und der Antrag vorbereitet werden.

3. Ist die Forschungszulage eine Alternative zum ZIM?

Die Forschungszulage ist themenoffen und leidet nicht, wie ZIM, an Budgetengpässen. Daher wird sie daher oft als Alternative genannt – zu Recht. Die Forschungszulage hat jedoch abweichende Rahmenbedingungen. Ob sie für ein konkretes Projekt geeignet ist, hängt von Art und Inhalt des Forschungs- und Entwicklungsprojekts ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.

Ihre Sonja Stockhausen

Geschäftsführerin der GEWI Fördermittelberatung

„Seit über 40 Jahren begleiten wir Unternehmen bei der Entwicklung erfolgreicher Förderstrategien. Veränderungen in der Förderlandschaft gehören dazu. Entscheidend ist, Projekte so aufzustellen, dass sie auch unter veränderten Rahmenbedingungen erfolgreich umgesetzt werden können.“

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