Mit der Förderinitiative „Hydrogen4Future“ schafft das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die technologischen Grundlagen für den weiteren Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen risikoreiche und innovative Forschungsprojekte, die neue Technologiegenerationen vorbereiten und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Wasserstoffmarkt stärken sollen.
Das Programm ist Teil der Hightech Agenda Deutschland und greift ebenso Themen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung sowie der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA) auf. Ein wesentliches Element von „Hydrogen4Future“ sind neue Forschungshubs. Darin sollen Forschungsprojekte und -infrastrukturen zu größeren wissenschaftlichen Clustern zusammengeführt werden. Die eigentlichen Forschungsarbeiten bewegen sich grundsätzlich im frühen Entwicklungsbereich TRL 1 bis 3.
Gefördert wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung, bei der innovative Technologien zunächst im Labormaßstab untersucht und ihre grundsätzliche Machbarkeit („Proof of Concept“) nachgewiesen werden soll.
Fokusthemen von „Hydrogen4Future“ sind:
Elektrolyse
Hier werden unter anderem Innovationen bei Komponenten, Materialien, Fertigungsprozessen und Anlagenkonzepten adressiert. Ziel sind beispielsweise höhere Effizienz und Lebensdauer, geringere Investitions- und Betriebskosten sowie eine reduzierte Abhängigkeit von knappen Rohstoffen.
Offshore-Wasserstoff und Derivate
Dieser Bereich richtet sich auf die Erzeugung von Wasserstoff und Power-to-X-Produkten auf See. Forschungsprojekte können hier unter anderem Lösungen zur Verbesserung von Effizienz und Robustheit sowie zu Infrastruktur, Transport, Sicherheit und Umwelt entwickeln.
Transport und Speicherung von Wasserstoff
Neue Materialien und Komponenten für Flüssigwasserstoff, Wasserstoffderivate und -träger sowie Technologien für großvolumige Speicher stehen im Mittelpunkt des dritten Bereiches. Auch Wasserstoff-Pipelines und innovative Infralogistik-Konzepte können Gegenstand der Forschung sein.
Power-to-X
Der vierte Themenbereich umfasst neue Ansätze, mit denen insbesondere Herstellungskosten gesenkt, Wirkungsgrade verbessert und Treibhausgasemissionen reduziert werden können. Dabei können vollständige Prozessketten von der Bereitstellung der Ausgangsstoffe bis zur Herstellung, zum Transport und zur Netzintegration betrachtet werden.
Die genannten Forschungsfragen sind nicht abschließend. Auch weitere innovative Ansätze können förderfähig sein, sofern sie einen deutlichen technologischen Fortschritt versprechen und zu den Zielen der Förderinitiative beitragen.
Antragssteller
Unternehmen, staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, kommunale Einrichtungen sowie Verbände
Förderquote
Bis 80 % für Unternehmen
100 % für Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Einreichungsfrist
Zweistufiges Antragverfahren, Projektskizzen sind bis zum 30. September 2026 einzureichen.
Für Unternehmen bietet „Hydrogen4Future“ die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung frühzeitig an der Entwicklung neuer Wasserstofftechnologien zu beteiligen.
Gerne prüfen wir Ihr konkretes Projekt auf bestehendes Förderpotenzial und unterstützen Sie bei der Umsetzung des gesamten Förderprozess. Buchen Sie direkt hier einen unverbindlichen Termin oder schreiben Sie uns am besten über unser Kontaktformular unter: www.gewi.de/kontakt. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.
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