Branche:
Chemie
Unternehmen:
Großunternehmen
Standort:
Bayern
Projekt
Ein bayerisches Chemieunternehmen produziert Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen. Aufgrund der möglichen PFAS-Beschränkungen in der EU war die Entwicklung eines PFAS-freien Beschichtungssystems für spezifische Anwendungen geplant.
Herausforderung
Ein anderer Berater hatte einen Antrag auf steuerliche Förderung nach dem Forschungszulagengesetz erarbeitet, der jedoch abgelehnt wurde. GEWI prüfte den Vorgang daraufhin. Die Ablehnung erfolgt nachvollziehbarerweise, weil das Projekt als Weiterentwicklung bestehender Rezepturen argumentiert wurde und keine echte technologische Neuheit erkennbar war. Ein Widerspruch wurde angesichts der eingereichten Informationen als nicht aussichtsreich bewertet, daher wurde ein Neustart vorgenommen.
Erfolg
GEWI strukturierte das Vorhaben mit dem Chemieunternehmen aus Bayern von Grund auf neu. Im Projekt war die Entwicklung gänzlich neuer Polymer- und Hybridstrukturen geplant. Der folgerichtige Hybridansatz war technisch sehr unsicher, da es zu schwer vorhersehbaren Wechselwirkungen kommen kann. Hürden im Projekt waren insofern die unbekannten Wirkmechanismen und Unwägbarkeiten durch nicht-lineare Materialeffekte. Hierdurch lag der Schwerpunkt nicht mehr auf der Anpassung einer bestehenden Rezeptur, sondern auf der Entwicklung eines neuen Materialsystems. Das Projekt erfüllte mit dieser Argumentation die Voraussetzungen für die Forschungszulage. Der Antrag wurde erneut gestellt. Das Unternehmen aus Bayern erhielt eine Forschungszulage in Höhe von 860.000 € in Form einer steuerlichen Förderung.