Branche:
Chemie / Werkstofftechnik
Unternehmen:
Großunternehmen
Standort:
Rheinland-Pfalz
Projekt
Der Konzern aus Rheinland-Pfalz verfolgte das Ziel, Pigmente und mineralische Füllstoffe aus Produktions- und Abfallströmen so aufzubereiten, dass diese qualitativ gleichwertig zu Primärrohstoffen („Virgin-Materialien“) erneut eingesetzt werden können. Im Fokus stand dabei die Vermeidung von Downcycling sowie die Reduktion des Einsatzes von Primärrohstoffen.
Herausforderung
Eine zentrale Herausforderung bestand in der notwendigen Erprobung der entwickelten Aufbereitungsverfahren in einem großtechnischen Technikum. Die hierfür erforderlichen Investitionen in Technikumsanlagen und Versuchsinfrastruktur waren erheblich und überstiegen die üblichen Strukturen eines FuE-Förderprojekts. Ohne eine klare förderstrategische Einordnung drohte ein wesentlicher Teil der Projektkosten unberücksichtigt zu bleiben.
Erfolg
Im Rahmen der Beratung durch GEWI wurde das Technikum als integraler Bestandteil der experimentellen Entwicklung argumentiert. Die Investitionen wurden nicht als „reine Infrastrukturmaßnahme“, sondern als notwendige Voraussetzung zur Durchführung der FuE-Arbeiten im relevanten Maßstab herausgearbeitet. Die Investitionen in das Technikum wurden vollständig als förderfähige FuE-Kosten anerkannt. Dadurch konnte ein deutlich höherer Förderzuschuss realisiert werden, was die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts maßgeblich erleichterte und den erfolgreichen Transfer der Recyclinglösung in die industrielle Anwendung ermöglichte. Die Förderung erfolgte in einem Bundesprogramm zur Dekarbonisierung der Industrie, der Zuschuss für das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz betrug mehrere Millionen €.