Finger 3389916 1920 | EFI-Gutachten: Mittelstand stärken, Förderstrukturen modernisieren

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Inhaltsangabe
Finger 3389916 1920 | EFI-Gutachten: Mittelstand stärken, Förderstrukturen modernisieren

EFI-Gutachten: Mittelstand stärken, Förderstrukturen modernisieren

Inhaltsangabe

Im aktuellen EFI-Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) werden zentrale Herausforderungen für den Innovationsstandort Deutschland benannt. Die Analyse zeigt klar: Deutschland verfügt insbesondere im Mittelstand über erhebliche Innovationspotenziale. Gleichzeitig bremsen komplexe Förderstrukturen, regulatorische Hürden und langwierige Verfahren die Umsetzung vieler zukunftsweisender Projekte.

Für Unternehmen, die Investitionen in Forschung, Entwicklung oder neue Technologien planen, liefert das Gutachten wichtige Impulse. Es macht deutlich, wo Förderpolitik ansetzen muss und welche Chancen sich daraus für innovationsorientierte Betriebe ergeben.

Für uns als Fördermittelberater ist das Gutachten nicht nur eine politische Standortbestimmung, sondern auch eine klare Handlungsaufforderung.

EFI-Gutachten: Mittelstand als Innovationstreiber

Ein besonders bemerkenswerter Befund des EFI-Gutachtens: Mittelständische Unternehmen sind häufiger innovationsaktiv als vergleichbare nicht mittelständische Unternehmen. Sie führen öfter Produkt- und Prozessinnovationen durch und erzielen trotz geringerer Innovationsausgaben höhere Umsatzanteile mit Innovationen.

Infographik EFI-Gutachten: Mittelständische Unternehmen als Innovationstreiber

Diese Zahlen bestätigen, was wir in der Praxis erleben: Der Mittelstand ist ideenstark, technologieorientiert und bereit, in neue Lösungen zu investieren.

Gleichzeitig sehen wir täglich, wo Potenziale ausgebremst werden. Komplexe Antragsverfahren, lange Bearbeitungszeiten und hohe Dokumentationsanforderungen führen gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen zu Zurückhaltung.

Die Kommission fordert daher unter anderem:

  • eine weitere Vereinfachung des Antragsprozesses für die Forschungszulage, etwa durch automatisierte Datenerfassung
  • den konsequenten Abbau bürokratischer Anforderungen
  • einfachere und transparentere Verwaltungsverfahren
  • eine stärkere Berücksichtigung der Kosten Nutzen Relation regulatorischer Vorgaben
  • angepasste Begutachtungsverfahren, da besonders innovative Projekte derzeit Nachteile haben, insbesondere wenn sie von jungen Unternehmen oder von Frauen initiiert werden

Diese Punkte betreffen unmittelbar die Förderpraxis. In unserer Beratung erleben wir regelmäßig, dass hochinnovative Vorhaben nicht an der technischen Qualität scheitern, sondern an formalen Hürden oder an Bewertungslogiken, die Risiko eher bestrafen als belohnen.

Seit Jahren setzen wir uns deshalb für Bürokratieabbau und eine stärkere Digitalisierung der Förderlandschaft ein. Die klaren Aussagen der Expertenkommission unterstützen diesen Kurs ausdrücklich.

Neue Impulse im Verteidigungsbereich

Ein weiterer Schwerpunkt des Gutachtens ist der Verteidigungsbereich. Innovationen müssen hier gezielter angestoßen werden. Klassische Beschaffungsstrukturen sind häufig zu träge, um mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.

Die Kommission empfiehlt neue Instrumente wie wettbewerbliche Challenges oder Projektvergaben nach Losverfahren. Solche Ansätze können den Zugang für innovative Unternehmen erleichtern, insbesondere für kleinere und junge Akteure, die bislang oft keinen Zugang zu großen Beschaffungsprozessen haben.

Auch hier sehen wir Beratungsbedarf: Neue Instrumente müssen so ausgestaltet sein, dass sie für Unternehmen planbar, verständlich und administrativ handhabbar bleiben.

Künstliche Intelligenz: Umsetzung beschleunigen

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz verfügt Deutschland gemeinsam mit der EU über eine solide wissenschaftliche Basis. Bei der Entwicklung leistungsfähiger KI Modelle und deren wirtschaftlicher Skalierung bestehen jedoch deutliche Rückstände gegenüber den USA und China.

Um technologische Souveränität zu sichern, empfiehlt das EFI-Gutachten:

  • eine gezielte Förderung ambitionierter Forschung und Entwicklung im Bereich KI
  • eine stärkere Nutzung von KI im öffentlichen Sektor
  • bessere Rahmenbedingungen für KI Start ups
  • eine stärkere Berücksichtigung junger innovativer Unternehmen bei der öffentlichen Auftragsvergabe

In unserer Beratungspraxis zeigt sich, dass gerade KI Start ups häufig vor besonderen Herausforderungen stehen: hohe regulatorische Anforderungen, unsichere Förderkulissen und komplexe Vergabeverfahren. Eine strategisch ausgerichtete Förderpolitik kann hier einen entscheidenden Unterschied machen.

Unser Fazit als Fördermittelberater

Das EFI-Gutachten macht deutlich, dass Deutschland über erhebliche Innovationspotenziale verfügt. Entscheidend ist, ob die Förder- und Regulierungsstrukturen diese Potenziale ermöglichen oder unbeabsichtigt bremsen.

Als Fördermittelberater verstehen wir uns nicht nur als Begleiter im Antragsprozess, sondern auch als Schnittstelle zwischen Unternehmenspraxis und Förderpolitik. Unsere tägliche Arbeit zeigt, wo Verfahren funktionieren und wo sie unnötige Reibungsverluste erzeugen.

Die deutlichen Botschaften der Expertenkommission bestärken uns in unserem langjährigen Engagement für:

  • weniger Bürokratie
  • mehr Digitalisierung in Förderverfahren
  • praxisnahe Ausgestaltung von Richtlinien
  • faire Wettbewerbsbedingungen für junge und innovative Unternehmen

Innovation entsteht in Unternehmen. Eine gute Förderpolitik schafft die Rahmenbedingungen, damit sie schneller Wirkung entfalten kann.

Das EFI-Gutachten in voller Länge zum Download finden Sie hier.

Sie haben konkrete Fragen rund um das Thema Fördermittel?

Buchen Sie direkt hier einen unverbindlichen Termin oder schreiben Sie uns am besten über unser Kontaktformular unter: www.gewi.de/kontakt. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.


Übrigens: viele weitere Förderinformationen finden Sie in unserer Förderdatenbank www.gewi.de/magazin

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